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Bürgerliche Mehrheit für Wettenberg — was die neue Koalition wirklich ändert

📅 17.04.2026 ⏱ 5 Min. ✍ Sascha Greiner
Am 16.04.2026 hat die Gemeindevertretung die Ausschüsse neu besetzt — CDU, FW und FDP bilden die neue Mehrheit. Mit Torsten Pausch sitzt erstmals ein FDP-Mitglied im Gemeindevorstand. Was das praktisch bedeutet und was wir uns vornehmen.

Am 16. April 2026 hat die Gemeindevertretung Wettenberg die Ausschüsse neu besetzt. Auf den ersten Blick klingt das nach einem eher technischen Tagesordnungspunkt. Tatsächlich steckt dahinter aber eine politische Veränderung: CDU, Freie Wähler und FDP bilden seitdem die neue Mehrheit in der Gemeindevertretung.

Die Ausschussstruktur wurde angepasst. Statt bisher fünf Ausschüssen gibt es künftig vier. Gleichzeitig steigt die Mitgliederzahl je Ausschuss von sieben auf neun. Dadurch sind alle Fraktionen in den Ausschüssen vertreten. Die Sitzverteilung lautet: 2 CDU, 3 SPD, 2 FW, 1 Grüne, 1 FDP.

Der Antrag von CDU, FW und FDP wurde mit 25 Ja-Stimmen, keiner Gegenstimme und 11 Enthaltungen angenommen. Die SPD hat auf einen eigenen Gegenvorschlag verzichtet, aber die Zusammenlegung des bisherigen Sozialausschusses und die neue Ausschussgröße kritisch bewertet.

Für die FDP ist diese Neuordnung ein wichtiger Schritt.

Seit meinem Wechsel in die FDP-Fraktion im August 2025 hatte die FDP zwar Fraktionsstatus. In der Ausschussarbeit waren unsere Möglichkeiten aber begrenzt. Wir waren nicht in allen Ausschüssen vertreten — also nicht überall dort, wo Vorlagen vorbereitet, Details besprochen und politische Kompromisse entwickelt werden.

Das ändert sich jetzt.

Mit der neuen Ausschussbesetzung ist die FDP erstmals in allen Ausschüssen vertreten. Das bedeutet: mehr Mitsprache, mehr Verantwortung und mehr direkte Beteiligung an der Sacharbeit. Genau dort, wo Kommunalpolitik oft am konkretesten wird.

Ebenfalls bemerkenswert: Mit Torsten Pausch wurde am 16. April 2026 erstmals ein FDP-Mitglied in den Gemeindevorstand gewählt. Damit ist die FDP nicht nur in der Gemeindevertretung und in den Ausschüssen vertreten, sondern auch im Gemeindevorstand — also dort, wo die laufende Verwaltungsarbeit politisch begleitet wird.

Für uns ist das kein Selbstzweck. Mehr Einfluss bedeutet auch mehr Verantwortung.

Die neue Mehrheit muss jetzt zeigen, dass sie nicht nur andere Mehrheiten organisiert, sondern bessere Entscheidungen vorbereitet. Für mich heißt das vor allem: solide Finanzen, realistische Investitionsplanung, mehr Transparenz und eine Kommunalpolitik, die Probleme nicht nur beschreibt, sondern löst.

Wettenberg steht vor großen Aufgaben: Haushalt, Kitas, Feuerwehr, Freibad, Infrastruktur, Wirtschaftsförderung, Energie- und Klimafragen. Bei all diesen Themen wird es nicht reichen, schöne Überschriften zu formulieren. Es braucht Prioritäten, belastbare Zahlen und Entscheidungen, die auch umgesetzt werden können.

Die Opposition wird dabei weiterhin eine wichtige Rolle haben. Kritik gehört zur Demokratie. Gute Vorschläge auch. Ich erwarte keine Zustimmung um jeden Preis — aber ich wünsche mir eine sachliche Auseinandersetzung darüber, was Wettenberg konkret weiterbringt.

Für mich bleibt entscheidend: Bürgernähe entsteht nicht durch Ankündigungen, sondern durch Arbeit. Durch Nachfragen, Zuhören, Anträge, Ausschussarbeit und klare Entscheidungen.

Genau daran will ich mich messen lassen.

// ÜBER DEN AUTOR

Sascha Greiner

Gemeindevertreter Wettenberg · FDP-Fraktion · Unternehmer (Zeydler GmbH, Lohnkempe GmbH) · Imker.

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